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 Ernährung im ersten Jahr

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Niky
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BeitragThema: Ernährung im ersten Jahr   Mi 3 März 2010 - 11:40

Stillen & Fläschchen:

Vorteile des Stillens:

Praktisch: Die Milch ist immer dabei, genau richtig temperiert, keimfrei und besonders nahrhaft
Stillen kostet nichts
Zunge, Gaumen und Gesichtsmuskulatur hilft das Saugen bei der entwicklung
Die Muttermilch schützt vor Infektionen da sie Immunglobuline enthält
Die Milch passt sich Babys Entwicklung je nach Bedarf an
Die Milch ist nicht allergieauslösend


Viele Mütter haben Angst, dass das Baby durchs Stillen nicht satt wird. Anfangs ist es auch so, die ersten Tage nach der Geburt brauchen die Milchdrüsen um sich auf Milchproduktion umzustellen, je öfter sie das Baby anlegen und es trinkt, desto schneller kommt die Milchproduktion in Gang. Nachfrage regelt das Angebot.

Die Milch die das Baby in den ersten Tagen bekommt nennt man Kolostrum. Dies ist die wichtigste Nahrung die das Baby bekommen kann, denn das Kolostrum enthält ungefähr doppelt so viele Kalorien, Mineralstoffe und Eiweiß wie die normale Muttermilch aber nur etwa halb so viel Zucker. Außerdem ist eine enorme Menge ungesättigte Fettsäuren enthalten, was der Gehirnentwicklung zugute kommt. Weiterhin schenkt das Kolostrum dem Kind erhebliche Abwehrkräfte gegen Krankheiten und einen antiseptischen Schutzstoff der die Magen-Darm Wände überzieht und so die Anfälligkeit für Infektionen und Nahrungsmittelsensibilität stark herabsenkt.

Nach einigen Tagen bekommt das Kind die sogenannte Übergangsmilch welche eine Mischung aus Kolostrum und normaler Muttermilch ist. Der Milcheinschuss kann sehr unangenehm und schmerzhaft sein, da die Milchdrüsen stark durchblutet und angeregt werden. Die Brüste werden in dieser Zeit prall, sehr heiß und scheinen übergroß.

Um die zweite Woche herum versiegt das Kolostrum und das Baby bekommt nun die reife Muttermilch. Diese enthält rund 150 verschiedene Fettsäuren und ca 40 mal mehr Mehrfachzuckerverbindungen als Flaschennahrung.

Die Muttermilch ist für Baby eine ganze Mahlzeit und besteht aus der Vorspeise (Vordermilch) Hauptspeise (Hauptmilch) und Nachspeise (Hintermilch) und schmeckt jedes mal etwas anders, sie brauchen sich also keine Sorgen machen, dass die Muttermilch zu eintönig ist.

Kann oder möchte man aus irgend einem Grund Baby nicht stillen aber dennoch nicht auf den Schutz der Muttermilch verzichten ist die zweite Möglichkeit sich eine Milchpumpe zu besorgen und abzupumpen. Dabei ist es relativ egal, ob es eine Handpumpe ist die an ihren rhytmus angepasst arbeitet oder eine elektrische Pumpe die wesentlich ausdauernder ist, welche Sie nehmen hängt alleine von ihnen ab.

Möchte man jedoch nicht so eingespannt sein oder produziert man keine Milch kann man noch immer auf Babynahrung aus fertigem Milchpulver umsteigen. Dabei gibt es zu beachten, dass die Nahrung immer frisch zubereitet werden muss da sich sonst Keime bilden, dass exakt auf die Dosierung des Pulvers geachtet wird, da es sonst zu gesundheitlichen Schäden (Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Koliken...) kommen kann und darauf, dass man für allergiegefährdete Kinder möglichst HA-Nahrung verwendet um das Risiko der Allergiebildung so gering wie es nur geht zu halten.

Egal ob man stillt oder mit dem Fläschchen füttert, es ist absolut unnötig und für das Baby kaum wünschenswert, wenn Tees (außer ungesüßter Fenchel-Kümmeltee bei Koliken) gegeben werden oder der Kindliche Organismus mit Säften belastet wird

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Niky
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BeitragThema: Re: Ernährung im ersten Jahr   Mi 3 März 2010 - 11:43

Die erste Beikost:
frühestens ab dem vollendeten 4. Monat

Der erste Brei: Zunächst ersetzen sie nur 1 Flaschenmalzeit durch Brei. Die meisten Mütter wählen dafür die Mittagsmalzeit. Welche Mahlzeit Sie ersetzen bleibt ihnen überlassen, doch wenn sie den Brei Abends geben achten sie darauf, ihn etwa 2 Std. vor dem Zubettgehen zu geben
Der zweite Brei: Etwa 4-5 Wochen nach dem akzeptieren des Babys der Nahrung können sie eine weitere, zumeist die Abendmalzeit durch einen Milchbrei mit Getreide und Obstmus ersetzen. Ist das Kind Allergiegefährdet nutzen sie zum anrühren des Breis Muttermilch oder Hypoallergene Flaschennahrung. Reisbrei ist ebenfalls allergenarm.
Der dritte Brei: Dies ist zumeist die Nachmittagsmalzeit, die ca. 8-10 Wochen nach der Milchbrei-Mahlzeit eingeführt wird. Sie sollten hier einen Getreide-Obst Brei wählen. Oder einfach ein Obstgläschen. Verzichten sie darauf jetzt schon Quark, Joghurt ect. zu geben. Babys Organismus ist solchen Eiweißmengen nicht gewachsen.
Die erste halbfeste Kost: Mit etwa 9 Monaten kann Baby auch Nahrung zu sich nehmen die nicht ganz so fein püriert ist. Sie können ihm, wenn es danach verlangt ruhig etwas vom Tisch geben. Aber bitte darauf achten, dass die Nahrung nicht stark gewürzt, sehr fettreich oder blähend ist. Verzichten sie darauf, gebratene oder frittierte Speisen zu geben.
Fingerfood: Mit ca. 10 Monaten, wenn Baby sein Essen erleben möchte geben sie ihm ein Stück geschälten Apfel oder ein Stück Banane. Brot, Breze, Kekse ect. sind als Zwischenmahlzeit ungeeignet
Nun hat Baby mindestens 4 volle Monate, besser noch ein halbes Jahr nichts anderes bekommen als Milch, Milch und nochmals Milch. Jetzt wird es langsam Zeit für die erste Beikost.



Wann kann man mit Beikost beginnen:

Baby guckt einem das Essen aus dem Mund. Zeigt großes Interesse wenn Mama oder Papa essen
Es kann seinen Kopf sicher halten
Die Händchen oder andere Gegenstände werden in den Mund gesteckt und vollgespeichelt
Es verlangt über einen längeren Zeitraum immer nach mehr Nahrung
Für die ersten Futterversuche empfiehlt sich ein Ärmellätzchen oder ein übergroßes Schlupflätzchen da es hier eigentlich keine Flecken auf der Babykleidung gibt.

Brei darf nur vom Löffel gegeben werden, das ist sehr wichtig, da die Verdauung durch das einspeicheln bereits im Mund beginnt und das Verdauungssystem ansonsten überlastet wird z.B. wenn der Brei aus der Flasche gefüttert wird!

Die Einführung der Beikost sollte spielerisch und keinesfalls unter Zwang erfolgen, es ist jedoch nicht nötig eine vollständige Artistennummer während des fütterns aufzuführen. Der Raum sollte ruhig sein und es sollte eine entspannte Atmosphäre herrschen. Auch sollte Anfangs nicht mit sehr hungrigen Babys angefangen werden, denn Baby versteht noch nicht, weshalb immer nur sollche Miniportiönchen kommen und die Nahrungsquelle dann plötzlich wieder weg ist. Immerhin ist es gewöhnt die Nahrung über einen längeren Zeitraum zu Saugen.

Fangen sie zunächst mit nur wenigen Löffelchen einer besonders milden Sorte an. z.B. Apfel.

TIPP: Wenn sie nicht gleich mit Gläschenkost beginnen möchten geben sie Baby über 1 oder 2 Wochen immer wieder Reisflocken (Reisschleim) ins Fläschchen, damit es sich an den Geschmack gewöhnt ( nützlicher Nebeneffekt: Sättigt sehr gut) und fangen sie dann mit angerührtem Reisbrei aus eben diesen Flocken an zu füttern. So wird Baby nicht vom Geschmack überrascht und kann sich besser auf das vom-Löffel-Lutschen konzentrieren. Nach und nach können sie dann Obstgläschen in den Brei mischen und schließlich umsteigen.

Anfangs wird Baby den Brei vom Löffel saugen oder lutschen. Ganz wichtig: Zwingen sie ihr kleines Niemals dazu etwas zu essen das es nicht mag. Auch wenn es frustrierend ist, aber Babys haben einen sehr ausgeprägten Geschmackssinn. Lassen sie sich beim Füttern viel Zeit, da Baby dieses "NEUE" erstmal mit Lippen, Zunge, Augen und Händen erkunden muss.

Kaum ein Baby ist von anfang an freiwillig auch Gemüsegläschen. Mischen sie einfach etwas aus dem Apfelgläschen darunter damit es süß schmeckt und reduzieren sie den Fruchtanteil im Gemüseglas nach und nach.

Egal welches Gläschen oder welchen Brei sie geben. Rühren sie noch 1/2 - 1 TL hochwertiges Öl darunter damit die fettlöslichen Vitamine vom Körper aufgenommen werden können.

Wenn sie die Beikost selbst kochen achten sie möglichst darauf, Bio-Gemüse zu verwenden oder nehmen sie Tiefkühl-Gemüse da dieses oft frischer als das aus der Gemüsetheke und besser kontrolliert ist.

Zur Beikost muss jetzt neben der Milchnahrung noch zusätzlich Flüssigkeit gegeben werden. Diese am besten in abgekochtem Wasser oder ungesüßtem Tee. Achten sie gerade bei instant-Tees auf die Zusammensetzung. Vermeiden sie es nur "stuhlfestigende" Gläschen zu geben.

Baby wird den Brei oder die Gläschenkost vermutlich sobald diese im Mund ist mit der Zunge wieder hinaus schieben. Das ist normal und ein überlebenswichtiger Reflex. Auch wird es sich zunächst weigern den Mund wieder zu öffnen oder sich Schütteln. Seien sie geduldig, zwingen sie Baby nicht zum essen, versuchen sie es einfach am nächsten Tag erneut. Oft braucht ein Baby 8- 10 Tage, bis es weiß, dass es den Brei essen kann und das Nahrungsmittel akzeptieren.

Die Konsistenz und der Geschmack des Breies sind etwas neues für ihr Kind. Lassen sie zu, dass es den Brei im Mund mit den Fingerchen ertastet, prustet, blubbert. Gut, dass sie ein riesen-Lätzchen haben, oder? :-) Aber keine Sorge, dieses rumgeschmiere dauert nur so lange an, bis Baby sich an das Essen gewöhnt hat, dann wird es immer gierig seinen Schnabel aufsperren.

Viele Babys reagieren auf die ungewohnte Nahrung mit Bauchweh oder Blähungen. Das Verdauungssystem muss sich erstmal an die Umstellung gewöhnen. Sind die Schmerzen allerdings sehr schlimm stellen sie die Beikostfütterung ein und versuchen sie es in 2-3 Wochen erneut. Reagiert ihr Baby immer darauf halten sie Rücksprache mit ihrem Kinderarzt.



Jedoch sollten sie beim Füttern auch Rücksicht auf Babys Bedürfnisse nehmen
:

Sehen sie ihrem Baby beim Füttern ins Gesicht. Hören sie auf zu füttern wenn ihr Kleines satt wirkt oder unruhig wird. Selbst wenn nurnoch ganz wenig im Teller ist sollte Baby nicht den Brei auslöffweln müssen den sie ihm sinngemäß eingebrockt haben...
Bitte NICHT herumexperimentieren. Viele verwandte finden es spannen Baby ein Löffelchen Sahne, Eis oder sogar ein Stückchen Kuchen, Wurst ect. zu geben. Baby kann derartige Nahrungsmittel nicht verdauen und wird sich mit Erbrechen, Durchfall ect. bedanken.
Geben sie nicht nur süße Obstbreie. Ihr Kind muss auch Gemüse kennenlernen. Geben sie nur süßes, prägen sie das Kind fürs spätere Leben auf diesen Geschmack.
Keine Spiele während dem Essen. Ihr Kind muss schon frühzeitig lernen, dass die Essenszeit nicht der rechte Zeitpunkt für Spielereien ist.
Nehmen sie keinesfalls den Löffel in den Mund. ( ebensowenig Schnuller, Fläschchensauger ect.) Dadurch können Kariesbakterien übertragen werden.
Säubern sie dem Kleinen nicht nach jedem Löffelchen den Mund. Die Lippen sind das empfindlichste Sinnesorgan des Babys und das ständige abwischen mit einem Tuch oder dem Löffelrand reizt und schmerzt oft sogar. Wischen sie nur gelegentlich mit einem weichen Tuch über den Mund.
Baby braucht feste Ess-Rituale. Das ist für so kleine Menschen unheimlich wichtig. Vielleicht verweigert es plötzlich das Essen weil die essschale eine andere Farbe hat oder sie einen anderen Löffel verwenden.
Ermuntern sie ihr Kind schon früh dazu, selbstständig zu essen. Auch wenn es anfangs viel gepansche und geschmiere gibt

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